Samstag, 7. Juni 2026

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Stromschlaggefahr: Char-Broil ruft Patio Bistro Elektrogrills zurück

Char-Broil ruft Elektrogrills der Modelle Patio Bistro E2Coal und Patio Bistro Cube E zurück, bei denen das Erdungskabel des Heizelements nicht fest sitzt. Betroffen sind nur Geräte mit den Datumskennzeichnungen 2510, 2511 und 2512. Der Hersteller stellt ein kostenloses Reparaturset oder ein Ersatzgerät zur Verfügung.

Schwarzer Elektro-Tischgrill mit Temperaturregler und Netzkabel, darauf gegrillte Hähnchenteile

Foto: Veyko / Pexels

Char-Broil ruft Elektrogrills der Modelle Patio Bistro E2Coal und Patio Bistro Cube E mit den Datumskennzeichnungen 2510, 2511 und 2512 zurück. Bei diesen Geräten kann sich das Erdungskabel des Heizelements lösen, weil es möglicherweise nicht vollständig festgezogen wurde.

Gefertigt wurden die betroffenen Grills zwischen Oktober und Dezember 2025, in den Handel kamen sie im Jahr 2026, als Stand- und als Tischmodell in Schwarz und Grau. Char-Broil Europe fordert Besitzerinnen und Besitzer auf, die Geräte sofort nicht mehr zu benutzen, und stellt ein kostenloses Reparaturset oder ein kostenloses Ersatzgerät zur Verfügung.

Diese Datumskennzeichnung entscheidet

Der Rückruf betrifft nicht die Baureihe insgesamt, sondern drei Produktionsmonate. Nur Geräte mit den Kennzeichnungen 2510 für Oktober, 2511 für November und 2512 für Dezember 2025 gehören dazu. Wer eine andere Kennzeichnung findet, ist nach Angaben des Herstellers nicht betroffen.

Dazu kommen vier Modellnummern, nämlich 26302401, 26302402, 26301801 und 26301802. Der Hersteller führt außerdem die Artikelnummern 140255 bis 140258 und die EAN-Codes 4260547599733, 4260547599740, 4260547599757 und 4260547599764 auf.

Wo Modell- und Seriennummer stehen

Alle nötigen Angaben stehen auf dem Typenschild. Beim Standmodell befindet es sich am unteren Ablageboden, beim Tischmodell an der Seitenstrebe. Damit lässt sich ohne Kassenbon und ohne Kaufdatum klären, ob ein Gerät zum Rückruf gehört.

Auf der Rückrufseite des Herstellers steht der Fall nicht allein. Dort ist zusätzlich ein Rückruf digitaler Elektro-Räuchergeräte aufgeführt, der ältere Modelle betrifft und mit den Patio-Bistro-Grills nichts zu tun hat. Wer die Seite aufruft, sollte deshalb auf die Modellbezeichnung achten und nicht auf die Überschrift.

Der Fehler sitzt an der Erdung

Das Erdungskabel führt Fehlerströme ab. Sitzt es nicht fest und löst sich, fällt dieser Schutz aus, und beim Betrieb droht ein Stromschlag. Der Rückruf richtet sich also nicht gegen einen Mangel an der Grillfläche, sondern gegen ein elektrisches Risiko.

Die Patio-Bistro-Modelle arbeiten ohne Propan und sind nach Herstellerangaben ausschließlich für den Einsatz im Freien gedacht. Sie kombinieren eine Grillplatte mit einer Holzkohlefunktion. Wie viele Geräte in Deutschland verkauft wurden, teilt Char-Broil nicht mit, ebenso wenig, ob es Berichte über Vorfälle gibt.

Zwei Wege, beide ohne Kosten

Der erste Weg ist ein kostenloses Reparaturset mit Anleitung, das der Hersteller zuschickt. Wer die Reparatur ausführt und einen Nachweis darüber einreicht, erhält zusätzlich einen digitalen Prämiencode über 50 Euro.

Der zweite Weg ist ein kostenloses Ersatzgerät. Diese Option kommt ohne Prämiencode, denn der ist an den Nachweis der abgeschlossenen Reparatur geknüpft. Welchen Weg jemand wählt, hängt damit vor allem davon ab, ob eine Reparatur am eigenen Gerät infrage kommt.

Kontakt und betroffene Länder

Für Deutschland nennt Char-Broil die Telefonnummer +49 40 360224010, besetzt montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr MEZ. Anfragen per E-Mail gehen an recalleurope@charbroil.com, dazu gibt es auf der deutschen Herstellerseite einen eigenen Bereich für Produktrückrufe.

Der Rückruf läuft in mehreren europäischen Ländern. Neben der deutschen Nummer sind eigene Kontakte für Großbritannien und Frankreich aufgeführt, außerdem verweist der Hersteller auf Rückrufseiten in dänischer und schwedischer Sprache.

Im Handel liegt die Information ebenfalls aus. Der Aushang zum Produktsicherheitsrückruf hängt unter anderem in OBI-Filialen und soll dort bis zum 8. Januar 2027 bleiben.

Quellen

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