Die Fleischerei Eric Handke aus Seelze ruft eine Charge ihrer Bio-Rinderbratwurst zurück, weil ein Kunde Metallsplitter in der Wurst gefunden hat. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat die Meldung am 28. August 2026 auf lebensmittelwarnung.de veröffentlicht und unter Fremdkörper eingeordnet.
Ein Kunde meldete den Fund, dann kam der Rückruf
Den Anstoß gab keine Eigenkontrolle im Betrieb, sondern eine Beschwerde aus dem Kundenkreis. Erst danach hat die Fleischerei die Wurst aus dem Verkauf genommen und den Rückruf öffentlich gemacht.
Wie das Metall in die Wurst gelangt ist, teilt der Betrieb nicht mit. Ebenso wenig erfährt man, wie viele Packungen im Umlauf sind oder ob sich bereits jemand verletzt hat. Auf dem amtlichen Portal läuft der Fall unter der Kategorie Fremdkörper, die neben Metall auch Glas, Holz und Kunststoff umfasst.
Die Wurst war seit Mitte Juni im Verkauf
Hergestellt wurde die Charge am 16. Juni 2026, verkauft wurde sie ab dem 18. Juni. Zwischen dem Verkaufsstart und der Warnung liegen damit rund zehn Wochen.
Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist der 24. September 2026. Eine Packung aus dieser Charge fällt also vorerst nicht durch ein abgelaufenes Datum auf, sondern nur über die Losnummer.
Verkauft wurde ausschließlich in drei Orten
Das Verkaufsgebiet umfasst den Großraum Hannover sowie Langenhagen und Seelze. Bundesweit gab es die Wurst nicht zu kaufen, und einen Versandweg über das Internet nennt die Meldung nicht.
Bei Rückrufen großer Handelsketten führt die amtliche Meldung üblicherweise die betroffenen Bundesländer auf. Hier reicht dagegen der Einzugsbereich eines einzelnen Handwerksbetriebs als Angabe.
Losnummer 1484 auf der Vakuumpackung
Betroffen ist die Bio-Rinderbratwurst in der 330-Gramm-Packung mit vier Würstchen, vakuumverpackt. Erkennen lässt sie sich an der Losnummer 1484 zusammen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 24.09.2026. Beide Angaben stehen auf dem Etikett.
Weitere Losnummern führt der Rückruf nicht auf. Wer eine Packung ohne diese Kombination im Haus hat, ist von der Meldung nicht erfasst.
Der Hersteller warnt vor inneren Blutungen
Nach Angaben des Betriebs kann der Verzehr zu Verletzungen im Mund- und Rachenraum sowie zu inneren Blutungen führen. Die Wurst soll deshalb nicht mehr gegessen werden.
Braten oder Grillen ändert daran nichts. Bei einer Keimbelastung hilft ausreichendes Erhitzen, ein Metallsplitter bleibt dagegen erhalten. Auch wer die Wurst vor dem Braten zerteilt, findet kleine Splitter nicht zuverlässig.
Rückgabe in der Verkaufsstelle
Wer die Wurst gekauft hat, kann sie dort zurückgeben, wo sie über die Theke gegangen ist. Der Kaufpreis wird erstattet. Weitere Einzelheiten und die Kontaktdaten für Rückfragen hat die Fleischerei in einer Kundeninformation zusammengefasst, die als PDF bereitsteht.
Für den Weg in den Laden gehört das Etikett mit dazu. Losnummer und Mindesthaltbarkeitsdatum sind der einzige Nachweis, dass die Packung tatsächlich aus der beanstandeten Charge stammt.
Wo der Rückruf öffentlich steht
Amtliche Lebensmittelwarnungen für Deutschland bündelt das Portal lebensmittelwarnung.de. Bund und Länder stellen dort jede Meldung mit Produkt, Grund und den betroffenen Bundesländern ein, unabhängig davon, ob ein Konzern oder eine einzelne Fleischerei zurückruft.
Erweitert ein Hersteller seinen Rückruf später um zusätzliche Chargen, erscheint auch das an derselben Stelle. Ein zweiter Blick lohnt deshalb, falls die eigene Losnummer heute noch nicht genannt wird. Ein ähnlicher Fremdkörperfall traf zuletzt eine Charge Hühnerknochenbrühe mit Glassplittern.


